- Zeitraum:
- 07/2024 – 03/2026
- Auftraggeber:
- Stadtwerke Riesa GmbH
- Partner:
- DNV Energy Systems Germany GmbH
Zwei bestehende Wärmenetze gemeinsam untersuchen
Im Rahmen der Transformationsplanung der Stadtwerke Riesa sollten die bestehenden Fernwärmenetze Elbufer und Bebelstraße analysiert und zu einem gemeinsamen Netz weiterentwickelt werden. EA Systems setzte die von DNV und den Stadtwerken erarbeiteten Konzepte in dynamischen Netzmodellen um und bewertete die vorgesehenen Varianten. Die Vermittlung des Projekts erfolgte über die GESA – Ingenieurgesellschaft.
Für beide Netze wurden zunächst GIS-basierte Modelle des Ist-Zustands erstellt und anhand vorhandener Messdaten kalibriert. Darauf aufbauend entstand ein Modell des geplanten Zielnetzes. Im Mittelpunkt standen die hydraulischen und thermischen Auswirkungen der Netzzusammenlegung sowie die Einbindung einer zusätzlichen Wärmequelle.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Erstellung der GIS- und dynamischen Netzmodelle
- Hydraulische und thermische Analyse des Ist-Zustands
- Integration einer wärmegeführten Wärmepumpe zur Nutzung zusätzlicher Abwärme
- Verbindung der beiden bestehenden Fernwärmenetze
- Prüfung der Netzdrücke und einer erforderlichen hydraulischen Entkopplung
- Bewertung möglicher Absenkungen der Vor- und Rücklauftemperaturen
- Analyse von Trassenauslastung und Netzauskühlung
- Abbildung möglicher Netzerweiterungen für neue Kunden
Zielvariante und Nachuntersuchung
Die hydraulische Einbindung und Regelung von drei Erzeugerstandorten sowie die Einhaltung der zulässigen Trassenauslastung waren zentrale Randbedingungen der Untersuchung. DNV und die Stadtwerke Riesa legten auf Grundlage der Variantenanalyse eine Zielvariante fest. EA Systems modellierte und simulierte diese Variante abschließend; die Ergebnisse flossen in den von DNV erstellten Transformationsplan ein.
Das Hauptprojekt lief von Juli 2024 bis November 2025. In einer Nachuntersuchung im März 2026 wurden die vorhandenen Modelle erneut genutzt, um die Verlegung der Druckhaltung an einen neuen Standort zu bewerten. Damit ließ sich die Dimensionierung eines drucklosen Pendelspeichers überprüfen und der Einfluss dynamischer Netzvorgänge auf die Druckhaltung untersuchen.

